Snapchat ist eine App die aus dem Nichts kam und die die App Charts im Sturm eroberte. Deren einzigartiger Ansatz hinsichtlich der sozialen Interaktion und der Kommunikation verhalf es der App zum Erfolg. Auch nachdem die Gründer einen potentiellen $3 Milliarden Deal mit Mark Zuckerberg (Facebook) ablehnten, schadete das der App nicht.

Aber wie kam es dazu, dass Snapchat so erfolgreich wurde und wie wird es weitergehen?

 

Am Anfang von Snapchat

Wie die meisten Apps im App Store startete auch Snapchat von Null ohne jegliche Bekanntheit. Die App wurde von einem kleinen Team (drei Studenten der Stanford University) gegründet: Evan Spiegel, Bobby Murphy und Reggie Brown nahmen die Entwicklung in die Hand und kreierten ihren ersten Prototypen (Picaboo).

Damals bekamen die drei keinen großen Zuspruch für ihre App-Idee.. Allerdings glaubten die Drei dafür umso mehr an ihr Konzept und dass diese App erfolgreich werden kann.

Bevor Picaboo veröffentlich wurde, änderte das Team den eigentlichen Namen in Snapchat um. Außerdem hat Brown sich von dem Entwicklerteam verabschiedet.

Der Weg zum Ruhm

Nachdem die App glücklicherweise einen guten Mix aus Glück und Arbeit erfahren hat, fingen die Smartphone User an die App Snapchat wahrzunehmen und durch die originellen Marketingbemühungen wurde Snapchat von genügend potentiellen Usern gesehen, dass im Internet über diese App gesprochen wurde.

Die Idee hinter der App war seiner Zeit ziemlich strittig. Viele Leute nahmen an, dass die meisten User diese App zum „Sexting“ verwenden würden und weiterhin war fraglich, wie die Grenzen der Privatsphäre der App definiert wurden.

Die Gespräche über diese zwei heiklen Themen machten die App erst so richtig berühmt und schon relativ schnell haben Millionen von Usern das Potential von Snapchat erkannt. Der Grundgedanke der App war einzigartig und hat gewiss einen Platz in der App Store Geschichte verdient. Allerdings hätte der Erfolg auch anders verlaufen können, wenn die App nicht diese virale Aufmerksamkeit erhalten hätte.

Nachdem Snapchat Fuß fasste, versuchte Brown (der das ehemalige Trio bereits verlassen hatte) den Wert von Snapchat zu schätzen und klagte die anderen beiden Mitgründer an. Beruhend darauf, dass er Snapchat auch mit gegründet hatte, war er der Meinung, dass ihm ein Teil gehören würde. Mit dieser Angelegenheit ging Brown bis vor Gericht.
Glücklicherweise konnten die drei ehemaligen Studenten der Stanford University den Fall dann doch unter sich lösen bevor es zu einer Strafe kam.

Der Facebook-Kauf

Zu diesem Zeitpunkt sah es schon fast so aus als würde Snapchat das gleiche passieren wie Facebook mit Mark Zuckerberg.

Zuckerberg musste sich genauso mit einer Anklage von seinem Mitgründer auseinandersetzen. Nachdem Facebook dann begann erfolgreich zu werden, bekam er viele Akquise-Anfragen. Überraschenderweise lehnte Zuckerberg alle ab. Was also als nächstes bei Snapchat passierte, war der Historie von Facebook ziemlich ähnlich.

Zuckerberg machte mit Spiegel und Murphy einen Termin aus. In diesem Meeting verdeutlichte Zuckerberg, dass seine neue App „Poke“ an Bekanntheit zulege und Snapchat sich mehr und mehr in Gefahr befinde.

Poke war eins zu eins eine Kopie von Snapchat die aber von Facebook entwickelt wurde und es ging nun darum, seinen Platz im Social/Kommunikations-Bereich zu verteidigen. Während Poke mit dem Launch an Popularität gewann, wollten Snapchat-Gründer Spiegel und Murphy an ihrer App festhalten und gaben alles dafür, um weiterhin in den Top Charts zu bleiben.

Später kam Zuckerberg mit einem Deal wieder auf die beiden zurück, womit keiner der zwei gerechnet hätte. Zuckerberg wollte Snapchat für $3 Milliarden kaufen. Überraschenderweise haben die zwei von Snapchat das Angebot abgelehnt, da sie merkten, dass Facebook im Gegensatz zu ihrer App nicht so gut im Markt positioniert ist.
Durch das Angebot seitens Facebook wurde die App noch berühmter und ist es auch heute noch. Es war sicherlich eine gute Entscheidung, diesen Deal abzulehnen – seit diesem Zeitpunkt kann Snapchat auf ein $50 Millionen Funding zurückgreifen.

Die Zukunft

Snapchat wird auch heute noch von den beiden Gründern geführt und ist immer noch nicht darauf ausgerichtet, Umsätze reinzubringen auch immer noch keine Umsätze rein. Die Entwickler haben bereits angekündigt, dass sie kreativ sein werden, wenn es darum geht Revenue reinzubringen und wenn Werbung innerhalb der App geschalten wird, wird es weniger in die perverse oder verrückte Richtung gehen sondern vielmehr sich dem aktuellen Trend anschließen und personalisierte Anzeigen zeigen.

Snapchat wird immer noch von Millionen von Usern benutzt so ist es wahrscheinlich, dass wir bald eine Form der Monetarisierung in der App wiederfinden können.