Um eine App erfolgreich in einem App-Store zu platzieren, muss man zuerst verstehen wie App-Store-Optimierung überhaupt funktioniert.

Es gibt Dutzende verschieden Möglichkeiten, um eine App zu einem Verkaufsschlager zu machen. Allerdings haben in einem schwierigen und hoch-kompetitiven Marktumfeld viele Entwickler Black-Hat Techniken für sich entdeckt und setzen auf dubiosem Methoden um erfolgreich zu sein.

Diese Black-Hat Techniken sind unfair und sie schaden seriösen Firmen. Entwickler die sich an die Regeln halten, rutschen in den App-Store Ranglisten nach unten. Wer keine Skrupel hat und zweifelhafte Methoden anwendet, klettert dagegen an die Spitze der Rankings.

Ein kurze Einführung in die App-Store Optimierung (ASO)black hat app store optimisation

Bei der Suchmaschinen-Optimierung (SEO) sorgen komplexe Algorithmen und fortlaufende menschliche Eingriffe dafür, dass Black-Hat Methoden seit diversen Google Updates ins Leere laufen oder sogar heftig abgestraft werden. Im Gegensatz dazu sind die App-Stores momentan eine Spielwiese für skrupellose und unfaire Entwickler. Sowohl Google Play als auch der Apple Store operieren mit undurchsichtigen Regelwerken, die es beiden Firmen weitgehend erlauben nach Gutdünken zu entscheiden, ob die Regeln eingehalten oder gebrochen wurden.

Wenn Apple und Google mehr Ressourcen bereitstellen würden, um Black-Hat Optimierungstechniken zu unterbinden, hätte die Problematik nicht solche Ausmaße angenommen. Bis jetzt hat sich allerdings keine der beiden Firmen des Problems angenommen. Das führt dazu, dass Black-Hat Marketing-Methoden sich in den App-Stores immer weiter breit machen und den Wettbewerb verzerren.

Die hässliche Wahrheit über App-Suchergebnisse bzw. Ranglisten – Black-Hat Marketing in den App-Stores

Heutzutage gibt es eine Vielzahl von Marketing-Firmen, die aktiv Black-Hat- Methoden benutzen, um die Verkaufszahlen für ihre Apps nach oben zu treiben. Sie verkaufen diesen Service App-Entwicklern, denen vielleicht nicht einmal bewusst ist, dass diese Techniken unfair sind.

Hier sind einige Beispiele für gängige Black-Hat Methoden, mit denen Apps an die Spitze der Suchergebnisse gehievt werden.
Wir können den Einsatz dieser Methoden nicht empfehlen, aber es ist wichtig zu verstehen, welcher Techniken sich die Konkurrenz bedient.

Rezensions-Farmen / Review Farms

Wenn Sie eine App entwickelt und in einem der App-Stores platziert haben, wurden Sie wahrscheinlich auch schon von einschlägigen „ASO-Experten“ per Email kontaktiert. In diesen Emails werden eine ganze Reihe von Dienstleistungen offeriert. Eine dieser „Serviceleistungen“ besteht aus einem ganzen Schwung von Bewertungen aus einer Rezensions-Farm. Wenn man sich auf diese Methoden einlässt, kann man einen kompletten Satz von 5-Sterne-Rezensionen, App-Installationen und sogar Kundenbindungs-Features kaufen. Das App-Store Ranking lässt sich auf diese Weise deutlich verbessern.

Ein Beispiel: für 500 USD erhält man als Entwickler tausend hochwertige 5-Sterne Rezensionen und tausend App-Downloads. Außerdem öffnen die Download-Ziele die App nach dem Download – einmal oder mehrfach – um so „echte“ Kundenbindung vorzugaukeln. Ob diese Rezensions-Farmen aus Bots oder wirklichen Menschen bestehen, spielt derzeit noch keine Rolle, denn weder Apple noch Google haben dieses Problem auf ihrem Radarschirm.

Fiverr Gigs and Buying Downloads

Um ASO and ESO Pakete zu kaufen, hat sich Fiverr als zentrale Handelsplattform etabliert. Schon für 5 USD erhält man dort ein Paket, das aus echten Downloads, lobenden Kunden-Bewertungen und zielgerichteten Suchanfragen für eine bestimmte App besteht. Die Angebotspalette auf Fiverr ist so umfangreich, dass man die Webseite problemlos als One-Stop-Shop für die Konfiguration einer erfolgreichen Black-Hat Kampagne nutzen kann.

Aber um es deutlich zu sagen: Wer das Angebot von Fiverr nutzt, begeht schlicht und einfach App-Store Manipulation. Ehrliche Firmen haben dann das Nachsehen, weil ihre Apps in den Rankings zurückfallen.

Search Spike

Auch professionelle App-Marketing Firmen bieten gewisse Black-Hat Techniken an. Bereits eine kurze Google-Suche zeigt, dass eine ganze Reihe von Agenturen „Search-Spike“-Dienstleistungen im Portfolio haben. Was dabei überrascht: Diese Praktiken werden als völlig legitime Methoden im Rahmen der App-Store Optimierung beschrieben.

Diese App-Marketing Agenturen sind in der Lage tausende von Suchanfragen nach einem bestimmten Schlüsselbegriff im App-Store zu stellen und diese Suchanfragen dann zu einer bestimmten App zu lenken. Diese Vorgehensweise resultiert direkt in einem verbesserten Ranking der betreffenden App. Der Algorithmus des App-Stores wird in die Irre geführt, indem ihm vorgegaukelt wird, dass tausende von Usern auf der Suche nach einem bestimmten Feature sind und bei der gepushten App fündig werden.

In-House Manipulation of Rankings

Die meisten Black-Hat Operationen werden zu spezialisierten Dienstleistern ausgelagert. Aber auch was der Entwickler selbst unternimmt, um das App-Ranking zu beeinflussen, muss im Rahmen der Regeln der App-Stores geschehen. Andernfalls gilt es als Black-Hat Technik.
Es gibt eine ganze Reihe von verschiedenen Methoden, die man als App-Entwickler verwenden kann ohne Probleme mit den App-Store Betreibern zu bekommen.

Legitime Gray-Hat Methoden – so stechen Sie die Konkurrenz aus

Für App-Marketing Agenturen stellt App-Store Optimierung einen Balance-Akt dar. Einerseits muss man sich gegen Black-Hat Methoden der Konkurrenz effektiv zur Wehr setzen aber andererseits darf man es sich nicht mit den App-Store Betreibern verscherzen indem man selbst zu Techniken greift, die nicht im Einklang mit den Geschäftsbedingungen stehen. Um bei diesem Balanceakt nicht abzustürzen, sollte man eine Kombination von White-Hat Techniken und solchen aus dem Graubereich wählen. In diesem Graubereich befinden sich eine ganze Reihe von Methoden, die man zwar als Black-Hat bezeichnen könnte, von denen sich aber gezeigt hat, dass Apple und Google sie als akzeptabel und fair betrachten und Ihren Einsatz nicht sanktionieren.

Folgende Methoden kann man ohne Bedenken einsetzen und man läuft keine Gefahr die geltenden Regeln der App-Stores zu verletzen:
– Ermuntern sie ihre User im richtigen Moment eine Bewertung zu verfassen (etwa während eines besonders gelungenen oder besonderen interessanten Features Ihrer App)
– Betten Sie Schlüsselwörter in die App-Beschreibung auf möglichst natürliche Weise ein
– Erweitern Sie die App-Beschreibung regelmässig mit Schlüsselwörtern die momentan trenden
– Verbessern Sie die lokalisierten Versionen Ihrer App

So vermeiden Sie ASO Black-Hat Techniken

Obwohl bestimmte Techniken als „sicher“ gelten, lassen sich doch genug Beispiele finden in denen Entwickler für deren Verwendung sanktioniert wurden. Diese Sanktionen gehen bis hin zum Ausschluss aus den App-Stores. Unsere Liste zeigt Methoden, die Sie unter allen Umständen vermeiden sollten. Apple and Google akzeptieren diese Vorgehensweise in ihren Stores nicht:
– Keyword Spamming
– Ausloben von Belohnungen für 5-Sterne Bewertungen
– Aufforderung die App positiv zu bewerten
– Bewerten der eigenen App
– Kauf von likes/retweets etc

Warum sollte man sich an die Regeln halten?

Obwohl die App-Stores momentan chaotisch erscheinen, sollte man davon ausgehen dass Apple und Google das skrupellose Manipulieren von App-Ranglisten nicht ewig tolerieren werden. In dem Moment indem alle Fake-Downloads und Bewertungen, die mit Black-Hat Methoden generiert wurden aus den Ranglisten gefiltert werden, profitieren diejenigen Entwickler die Ihre Kundenbasis organisch, auf ehrliche Art und Weise entwickelt haben.
Mehr zu den Vorteilen einer korrekten App-Store-Optimierung können Sie hier lesen.