app-monetarisierungDer App-Markt ist ein Ort, der von hunderten Millionen Leuten auf der ganzen Welt fast täglich aufgesucht wird. Nicht nur das: Der Markt selbst, wie auch die Smartphone-Industrie, ist immer noch ziemlich jung. Und wegen der Offenheit der zur App-Herstellung für diesen Markt benötigten Entwicklungsplattformen kann es da draußen schlichtweg zu kriegsähnlichen Zuständen kommen!

Kein Zweifel, dass sich innerhalb dieser „Appmosphäre“ eine Menge Geld machen lässt. Doch noch bevor Sie Ihre eigene App angehen, steht und fällt Ihre Gewinnaussicht womöglich mit der Qualität Ihrer App-Monetarisierungsstrategie. Zwar gibt es kein „Schema F“ für alle Apps. Aber es gibt ein paar Strategien zur Auswahl, die von vielen Anbietern befolgt werden. Denn sie funktionieren wirklich.

Gute App-Monetarisierungsstrategien und -taktiken

Das „Freemium“-Modell

Wegen der hitzigen Natur des App-Markts fühlen sich Anbieter gezwungen, ihre Apps für lau anzubieten. Die Folge ist, dass App-Konsumenten nur noch für die „Crème de la Crème“ der Apps Geld locker machen. Schlechte Neuigkeiten für alle kleineren Anbieter. Falls sie nicht gerade eine superstarke Marketing-Kampagne dazu am Laufen haben, ist es sehr wahrscheinlich, dass die App weitgehend ignoriert wird, wenn man fürs Downloaden zahlen soll.

Die meisten Anbieter folgen also der Strategie, die App kostenlos anzubieten und dann durch In-App-Purchases zu monetarisieren. Wenn Sie z.B. eine App haben, die gewisse Dienste anbietet, könnten Sie diese Funktion stark einschränken und die User so dazu bringen, Geld nachzulegen. Jedoch sollten Sie schon drauf achten, dass Ihre App eine Basisfunktionalität bietet; denn sonst schauen sich Ihre potentiellen Kunden ruckzuck anderswo nach einer App um, die hält, was sie verspricht. Sobald Sie aber die „Vorspeise“ Ihrer App kostenlos bieten, können Sie für „Hauptgang“ und „Dessert“ so ziemlich alles verlangen.

Pro- und Werbe-Versionen

Falls Sie den Nutzen Ihrer App für den Nutzer nicht einschränken möchten, ist das „Freemium“-Modell eher nichts für Sie. Eine gute Alternative ist, in Ihrer App Anzeigen zu schalten. Wie viel Gewinn Sie damit machen, hängt von vielen Faktoren ab. Einer davon ist die Verbreitung, die Ihre App erreicht. Ist sie groß genug, können Sie bei großen Fischen wie z.B. mobage anfragen, ob sie nicht gerne eine Anzeige in Ihrer App schalten würden.

Mobile Anzeigen müsste man allerdings mal ein wenig tweaken, denn zur Zeit sind das hauptsächlich Spam-Links oder -Bilder, die eher abschreckend wirken. Aus diesem Grund ist solche Werbung bei den Usern unbeliebt. Je mehr ihnen also Ihre App gefällt, desto eher sind sie bereit, für eine werbefreie Version nachzublättern.

Packen Sie noch ein paar Zusatzfunktionen hinzu, um die Pro-Version noch attraktiver wirken zu lassen.

Die schwierigste Strategie, auf die Sie als Neueinsteiger setzen können, ist – wie schon gesagt – die Zahlung bei Download. Vielleicht drückt es auf Ihre Stimmung, wenn Sie Ihre App für lau hergeben. Aber es lohnt sich viel eher, wenn die Leute Ihre App erst ausprobieren und dann toll finden, als von ihnen zu verlangen, ein Risiko einzugehen und zuerst zu zahlen. Die oben genannten Methoden haben sich schon vielfach bewährt und gehören darum zum aktuellen Standard der App-Monetarisierung. Ein bislang weniger genutztes Modell, das meiner Meinung nach in Zukunft an Bedeutung gewinnen könnte, ist das „Abo“-Modell: Eine kostenlose „Trial“-Version der App läuft ein paar Tage lang. Danach muss man die App „abonnieren“ – einmalig oder fortlaufend – um sie weiter verwenden zu können.

Dieses Modell passt wohl am ehesten zu Multiplayer-Online-Games und anderen fortlaufend aktualisierten Diensten. Bis auf Weiteres sollte man den Markt genau beobachten und sich an die aktuellen Trends halten.