Wir beziehen uns im Folgenden auf unsere eigenen Erfahrungen sowie auf eine App-Promotion-Studie von AppsFlyer.

Viele App Entwickler haben Blut, Schweiss und Tränen (und Geld) verwendet um die App in die App Stores zu bringen. Jetzt ist sie fertig und das leider zugleich mit 600-800 neuen Apps täglich – was also tun?

AppsFlyer hat die gängisten Vermarktungskanäle im ersten Quartal 2013 auf deren Wirksamkeit bzgl. App Marketing / App Vermarktung hin untersucht. Diese sind:
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  • (1) Ad Networks
  • (2) App Discovery Platforms
  • (3) Cross Sell (Anzeigen für die eigene App in anderen inhaltlich ähnlichen Apps)
  • (4) Incentivized Traffic (die Netzwerke bieten einen Anreiz eine App downzuloaden, wie Virtual currency)
  • (5) Suche in den App Stores und Web
  • (6) Social Media Marketing

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Die Daten entstammen hauptsächlich dem US-Amerikanischen Markt und sind nicht immer 1:1 auf Deutschland zu übertragen, dennoch stimmt die Tendenz und allgemeine Stoßrichtung (so sind z.B. die deutschen Ad-Netzwerke nicht gleichzusetzen mit der Reichweite und Targeting-Genauigkeit der US-Netzwerke). App Store Optimierung fehlt hier aus Gründen der Meßbarkeit, was aber nicht dessen Wichtigkeit im App Marketing Mix widerspiegelt.

Es wurden folgende Metriken zum Vergleich herangezogen:

  • Konvertierungsrate (Conversion Rate (CR)(X axis): Clicks/Installs
  • Qualität der User (User Quality(Y axis): The number of sessions, in-app events, purchases and retention
  • Volumen (Bubble size): New users’ volume

Vergleich der Kanäle für App Promotion: Konvertierungsraten, Qualität der User und Volumen:

App Promotion 2013 Kanaele

Quelle: AppsFlyer

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2013 App Vermarktung – was funktioniert?

Social Media Marketing ist die effektivste Methode Apps zu vermarkten

App Marketing in den Sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facbook, wo User die Freunde zum App-Download einladen können (Word of Mouth, Empfehlungsmarketing) schneidet in Bezug auf Userqualität, Kovertierungsrate und Volumen am besten ab. Einschränkend bleibt zu sagen, dass es sich hier allerdings hauptsächlich um Facebook App Install Ads handelt, ein relativ neues und vor allem bezahltes Werbeformat mit Cost per Click Abrechnung. Hier werden die Ads auf mobilen Endgeräten in großflächigen Banners angezeigt und direkt in den App Store zum installieren gelinkt. Der Weg zum Download ist daher sehr kurz und es werden relativ viele Downloads generiert. Dies ist zwar nicht immer der billigste Weg viele Installs zu erreichen (z.B. im Vergleich zu inventivised Downloads der Werbenetzwerke) aber doch bisher sehr wirksam. Das wird sich bald ändern, denn mehr und mehr Apps werden auf diesem Wege beworben so dass die Klickpreise zur Zeit stark noch oben gehen.
Welche App-Kategorien passen am besten: App Marketing Kampagnen für Spiele, Reise, Social Apps und Geo-Targeted Apps.

Die Suche bringt die höchste Qualität an Usern

Gemeint ist die Suche in Suchmaschinen auf dem Smartphone / Tablet – nicht die Suche in den App Stores. Ganz klar führend bzgl. User-Qualität hat die Suche Schwächen allerdings hinsichtlich der Menge an Usern die dadurch gewonnen werden können. Die Dominanz der Suche zur kommerziellen Produktfindung bzw. allgemeinen Problemlösung ist im mobilen Bereich im Vergleich zu der im Web (Google) noch nicht gegeben. Noch nicht heißt dass wir hier noch viel Raum nach oben sehen in näherer Zukunft.
Welche App-Kategorien passen am besten: App Marketing Kampagnen für E-commerce, Prduktivität, Reise, Essen und Trinken.

Mobile App-Werbe-Netzwerke bringen hohe Userzahlen

Es gibt jeden Monat ca. ein neues teilweise spezialisiertes zielgruppengenaues Mobile-Advertising Netzwerk. Das zeigt wie “hot” dieser Bereich auch für das mobile Marketing erachtet wird und wo die Investoren-Gelder fliessen. Wir sehen das auch so, und speziell für das App Marketing gibt es viele interessante Optionen.
Welche App-Kategorien passen am besten: App Marketing Kampagnen für Massenapps wie populäre Spiele-Apps.

Incentivised Downloads – Wolf im Schafspelz?

Wenn es um inventivised Downloads geht ist es einfach ersichtlich dass die User die aus dieser Verkehrsquelle stammen weniger loyal sind als diejenigen die keine Anreize erhielten die App downzuloaden. Durch die gebotenen Anreize entstehen aber dann extrem hohe Konvertierungsraten (siehe Grafik). Die Loyalität hängt aber natürlich wieder stark von der Qulität der App ab – für gute Apps kann dieser Kanal sehr effektiv genutzt werden, die User kommen öfter zurück = die Loyalität ist hoch. Als Plus für diese Traffic-Quelle und für den ROI sind allerdings die organischen Downloads zu sehen die entstehen wenn durch die hohe Anzahl an neuen Usern die Rankings der App steigen und dadurch die App im App Store um ein vielfaches sichtbarer wird. Diese organischen Downloads sind dann auch wieder von besserer Qualität da sie nicht “belohnt” werden.

Wichtig bei der professionellen App Vermarktung auf jeden Fall ein gutes App Tracking Tool zu verwenden um zu sehen welcher Marketingkanal welche Qualität / Qunatität an Usern einbringt. Incentivised Traffic muss z.B. nicht immer zu einem niedrigeren ROI führen da für Massen-Apps die wesentlich niedrigeren Kosten sich, im Vergleich zu den nicht incentivierten teureren, positiv im ROI niederschlagen können.

Insbesondere eine relativ neue Variante an CPA (Cost per Action) Abrechnungsmethode kann hier zu guten Ergebnissen führen – wir arbeiten bereits damit.

Festzuhalten bleibt daß die App-Märkte sehr volatil ist und für optiomale Marketingergebnisse ständig Recherche über neue Möglichkeiten der App Promotion betrieben werden muss.
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