Falls Sie aktuell mal einen genaueren Blick auf den Smartphone-Markt geworfen haben – wie es ja jedem Business zu empfehlen ist – ist Ihnen wahrscheinlich das neue Firefox-Projekt aufgefallen: Firefox OS für Mobile.

Obwohl das OS noch nicht beim Endverbraucher angekommen ist, steht es doch kurz vor der Marktreife. Schauen wir uns also mal an, was das Firefox OS dem User bieten möchte:

Das „Best-Of“ des Firefox OS

Auf Firefox laufen Web-basierte HTML5-Apps

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Firefox ist eine Open-Source-Software, die auf HTML5 gebaut ist – einer Quasi-Programmiersprache, die von vielen neuen Websites verwendet wird. Alles in ihr läuft über HTML5 ab, was Entwicklern die reibungslose Integration ihrer HTML5-Apps, -Websites und vieler weiterer HTML5-Features gewährleisten soll. Im Gegensatz dazu brauchen die meisten Mobile-OS heute sog. Native-Apps. Also Programme, die alleine auf eine spezifische Mobile-Hardware zugeschnitten sind. HTML5-Web-Apps funktionieren plattformübergreifend. Es wird noch ein paar Jahre dauern, bis HTML5 ausgereift ist. Aber es ist schon jetzt eine vielversprechende Neuheit, die von vielen Entwicklern mit offenen Armen empfangen wird.

Mobile-Devices mit Firefox OS sind günstiger

Obwohl noch nicht sicher ist, um wie viel günstiger die Devices durch das Firefox OS werden können, betonen Mozilla diesen Punkt andauernd. Und es macht schon Sinn, da die Hardware der meisten angekündigten FFOS-Geräte der Hardware von Budget-Geräten vom Stand 2009/2010 entspricht. Falls Mozilla tatsächlich einen Verkaufspreis im Bereich von $50 bis $100 halten können, wird das FFOS-Phone extrem attraktiv für alle Entwicklungs- und Schwellenländer sein. Sowie auch sonst für alle, die auf ihren Geldbeutel achten und darum bisher von teuren Smartphones Abstand halten. Und für Business-Startups mit geringem Budget könnte Firefox OS die erste Wahl für Mitarbeiter-Handys sein.

App-Portierungen werden zum Kinderspiel

Viele Apps auf dem Markt laufen bereits auf HTML5, wodurch Entwickler sie völlig problemlos auf Firefox OS-Devices portieren können. Falls Sie bereits eine HTML5-App gebaut haben, sind das gute Neuigkeiten für Sie. Denn dann können Sie die App ohne großen Aufwand gleich für die neuen FFOS-Phones herausbringen.

Keine Fragmentierung

Mozilla sagen, dass alle ihre Firefox OS-Geräte Qualcomm-Chips nutzen werden. Darüber hinaus werden die meisten Geräte wegen der Kostenstruktur ähnliche Bildschirmgrößen und -auflösungen verwenden – im Unterschied zum albtraumhaften Kuddelmuddel in der Android-Welt.

Zwar habe ich selbst noch kein Firefox OS-Gerät ausprobiert, doch klingt das alles schon jetzt nach einer echten Bereicherung für den Markt. Und obwohl es gegen Android und iOS und vielleicht sogar gegen Windows Phone und Blackberry keinen Stich machen wird, bietet es neben einem unschlagbaren Preis viele Vorteile, die es bei den Anderen nicht gibt. So könnte sich Firefox OS seine eigene Nische sichern.