Als Marketer ist man heutzutage gewohnt die Welt aus Google-Analytics-Augen zu betrachten und datenbasierte Entscheidungen zu treffen. Dies mithilfe der umfangreichen Informationen die einem von allen möglichen Quellen zur Verfügung stehen. Laut den gestern bekanntgegeben Zahlen wird Facebook sehr bald mehr mobile Nutzer haben als Webnutzer, d.h. die mobilisierung aller ursprünglich webbasierten Plattformen schreitet voran.

mobile Nutzung Facebook

Quelle: Facebook

Bemerkenswerterweise hält die Messung, Analyse und Marketingnutzung von mobilen Kommunikations- und Werbeformen, nämlich Apps, so gar nicht Schritt mit dem momentanen Wechsel vom Internet zum mobilen Web. Dazu im Folgenden einige Tipps und Herangehenweisen.

Mobile und Apps als integraler Teil des Marketingmix

Laut einer Google-Umfrage wollen in 2013 Marketingabteilungen das Folgende einsetzen:

  • 52% wollen eine mobile oder Tablet-optimierte Webseite erstellen
  • 48% planen eine Erhöhung des Budgets für mobile Werbung
  • 41% versuchen eine mobile App zu entwicklen
  • 39% wollen dies Apps auch aktiv vermarkten

In derselben Umfrage ist die Messung der Ergebnisse der mobilen Marketingaktivitäten noch relatives Neuland für die Befragten: 59% sehen sich als unerfahren in mobile Analytis. Wir machen sehr ähnliche Erfahrungen im App Marketing. Viele unserer Kunden haben ein Budget im hohen 5-stelligen Bereich ausgegeben, jedoch kein App-Tracking-Tool eingebaut. Dies ist verwunderlich das dies nur ein kleiner Code-Snippet ist und es mittlerweile zahlreiche und gute Tracking-Tools existieren.

Möglichkeiten für das Martketing mit mobile Analytics

Mobile Analytics bietet viele Möglichkeiten für Marketers, hier ist eine Übersicht von Google:

mobile analytics Ziele

Quelle: Google

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Mobile Analytics für Apps

Neben dem mobilen Marketing spielen Messung und Analyse allerdings auch im App Marketing eine große, jedoch noch nicht sehr verbreitete Rolle. Hier einige Nutzungsbeispiele:
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  • Minimal Desirable Product (MDP): Apps können fantastisch sein, mit überschäumender Funktionalität, aber sind diese besser als die restlichen 2 Millionen Apps in den App Stores? Oftmals leider nicht. Um herauszufinden welche Funktionalität benötigt wird um im Markt und bei den Usern Erfolg zu haben muss genau analysiert werden wie die App verwendet wird. Welche sind die “Cash-Cow-Funktionalitäten”, die Engagement verursachen und welche sind diejenigen die User wiederkommen lassen? Welche sind die Aktionen bei denen die App am häufigsten wieder geschlossen wird?
  • Konvertierung und In-App-Käufe: wie finden Konvertierungen jeglicher Art innerhalb der App statt? Es können Konvertierungs-Pfade für die profitabelsten User generiert werden und auf andere Bereiche angewandt werden. Segmente der aktivsten User helfen weniger aktive User zu erkennen und potentiell zu optimieren. Aktive User sind das Salz in der Suppe und wenn Strategien erstellt werden können wie diese User mehr Konvertierungen durchführen, kann das eine sehr große Wirkung auf den App-Umsatz haben.
  • Marketing in der App: Push Nachrichten werden häufig genutzt, sind jedoch genauso oft von den Usern abgestellt. Wenn jedoch die Nachricht mehr personalisiert und mit mehr Nutzen für den App-User versendet werden können, hat dies positive Auswirkungen auf die Abstellrate. Die richtige Nachricht für den richtigen User zur richtigen Zeit bedingt ein vorheriges Analysieren der User und der Push-Nachrichten. Dafür gibt es auch einige Tools auf dem Markt die wir schon erfolgreich eingesetzt haben.
  • app-marketing-mobile-analyticsUser Generierung: dies ist nun ein Vorgehen welches wir täglich anwenden um die Qualiät der generierten User zu erhöhen. Nicht alle Traffic-Quellen und die dazugehörigen User sind gleich. Incentivierte User bieten im Allgemeinen eine effektiven Weg schnell in die App Store Rankings zu gelangen und kostbare organische User dafür zu erhalten. Wenn es um Kennzahlen wie Umsatz pro User und Verkehrsquelle geht sieht das allerdings schon ganz anders aus und man sollte eher non-incentivised User in Betracht ziehen. Hier können App Tracking Tools Wunder wirken. Bekannte Tools sind Adeven, AppsFlyer oder auch Flurry.
  • Customer Life Time Value (CLV): der CLV sagt aus wieviel Umsatz mit App Usern / Kunden gemacht wird. Diese Kennzahl wird sehr wichtig wenn es wiederum um Verkehrsquellen für die App geht – verwenden die User die App nur einmal oder kommen sie wieder und kaufen durchschnittlich für €10 pro Monat? Dies sind Fragen die mit CLV-Berechungen beantwortet werden können und damit den höchsten ROI auf das App Marketingbudget ermöglichen.

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Zusammenfassung

Mobile Analytics richtig und effektive angewandt kann der App einen gehörigen Push geben und damit mehr User und mehr Umsatz generieren. Diese Herangehensweise wird sich in den kommenden Monaten wahrscheinlich relativ rasch im Markt durchsetzen. Nicht zuletzt dadurch da mit dem Google’s Android Native Application Tracking ein Big Player des Marketes in die mobile Analytics eingestiegen ist und weitere folgen werden. Es bleibt spannend…