Mobile Couponing steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen, die Aussichten allerdings scheinen gewaltig zu sein. Eine Mobile Couponing Studie von Jupiter Research besagt dass noch in 2013 30% mehr Coupons in den UK zur Verfügung werden. Dies liegt auch daran dass immer mehr mobile Gutscheine in die sozialen Netzwerke gelangen, vor allem durch sog. mobile Couponing Plattformen wie eagle eye, getyowza oder auch Apple Passbook. Aus diesem Anlass wollen wir ein paar interessante deutsche Kampagnen, die in Deutschland bisher durchgeführt wurden, vorstellen.

Beispiel Lancome

Lancome vergab mithilfe einer mobile Marketing Kampagne ein Gratisgeschenk zur Wiedereröffnung des Lancome Counters im Berlin KDW. Es wurden User in Berlin geo-located und mobile Banner in einem Location-Based Marketing Netzwerk gezeigt – eingebunden in eine mobile Seite oder mobile App; dies auch mit Distanzanzeige zum Kaufhaus in der Ad. Die eigentliche Einlösung des Gutschein wird erreicht über eine mündliche Übermittlung eines Passwortes an die Verkäuferin dass man auf einer mobilen Landing Page erhält.

Nicht sehr automatisiert aber funktioniert. Es zeigt aber auch was momentan den ganz großen Aufschwung der mobilen Gutscheine verhindert: die POS / Point of Sales Geräte  haben oft nicht die Möglichkeit die Coupons einzulösen.

Beispiel Pitstop

Ebenso mithilfe verorteter User (geo-targeting oder location-targeting) wird ein Gutschein zusammen mit der Entferungsanzeige zum nächsten Pitstop angezeigt, diesmal in Coupon-relevanten Apps. Die Ad linkt zu einer Landing Page mit 4 weiteren Möglichkeiten für den USer: 1.Click to call – 2. Click to voucher – 3. Click to website und 4. Click to map.

 mobile couponing deutschland beispiel 2

Quelle: radcarpet

Mit einem Klick auf 2) kann dann der Gutschein bei jeder Berliner Pitstop Filiale eingelöst werden. Zusätzlich kann noch die Route vom aktuellen Standort des Nutzers zum Angebot angezeigt werden.

Dies ist ein schönes Beispiel wie überlegen mobile Anzeigen bzgl. Call to Actions gegenüber denjenigen im Web sein können.

Beispiel Booking.com App

Nicht ganz Mobile Couponing in diesem Beispiel aber es zeigt wie flexible Mobile Marketing mitlerweilen eingestzt werden kann. Die mobilen Anzeigen für die booking.com App werden bei dieser Kampagne nur an User die sich gerade in Flughäfen befinden gezeigt. Damit sollen im Speziellen Geschäftsreisenden und Business-People erreicht und animiert werden die App downzuloaden.

Die Frage stellt sich bzgl. der Vermarktung dieser App ist ob eine mehr Behaviour-gesteuerte oder Content-gesteuerte Anzeige mehr ROI gebracht hätte? Wir hättens ausprobiert.

Beispiel Edeka

Mit der neuesten Version der Edeka Südwest App können die mobilen Coupons in der Apple Passbook App gespeichert werden. Bisher sind die Pässe nur auf Edeka Südwest Layout dargestellt, was es dem User noch schwer macht die einzelnen Coupons auf Anhieb zu erkennen. Jedoch funktioniert die Passbook Schnittstelle reibungslos. Zudem könnte Edeka die Coupons per Push-Nachricht über die Passbook App ortsbezogen versendet werden, sobald sich ein User einem Edeka-Markt örtlich nähert.

Ein guter Ansatz wobei Edeka die Push-Nachricht noch nicht nutzt (die ist im Passbook zudem bisher leider auf 10 Örtlichkeiten begrenzt).

Fazit Mobile Couponing in Deutschland

Die Technik benötigt für mobile Gutscheine ist noch relativ neu und gerade auch bei POS-Systemen nicht sehr verbreitet. Der Trend geht aber eindeutig in diese Richtung – wir zumindest erhalten relativ viele Nachfragen der deutschen Retailers.

Auch können mittlerweile mobile Coupons nicht nur dafür verwendet werden User in die Ladengeschäft zu locken. Bei einer guten Integration und holistischen Daten-Sichtweise auf den Kunden (z.B. durch Integration der Daten von Webseiten, App und womöglich sogar offline Kaufverhalten) könnten genauso gut Kundenbindungsmassnahmen oder Kundenakqurierungsmassnahmen durchgeführt werden.
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